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Chronik - Musikverein Stadtkapelle Waldenbuch 1888 e.V.


Die Geschichte des Musikvereins Stadtkapelle Waldenbuch begann 1888 laut mündlicher Überlieferung der Gründer und Eintragung im Protokollbuch. Seit 1922 bis heute wurde lückenlos die Vereinsgeschichte protokollarisch erfasst. So wurde die Festrede des Mitbegründers Karl Rieth zum 40jährigen Jubiläum am 22.07.1928 in der Chronik niedergeschrieben. Darin heißt es:
„Um in Waldenbuch eine Musik zu gründen, traten auf Anregung des Jakob Ottmüller sen. ,nunmehr Ehrenmitglied des jetzigen Musikvereins, 5 Mann hoch vor 40 Jahren zusammen, angeführter Jakob Ottmüller u. der damalige Forstpraktikant August Weipert, ehemaliger Musiker beim Ulanenregiment Hermann Fellmeth, Karl Laubengaier, Friedrich Rieth, und Karl Rieth nunmehr auch Ehrenmitglied des Musikvereins. Nach kurzer Zeit traten noch dazu: Karl Weinhardt, Wilhelm Schiller und Friedrich Laubengaier. Durch Wegzug und Tod ist die Zahl der Gründer zusammengeschmolzen bis auf 2 Mann: Jakob Ottmüller und Karl Rieth“.



Um die Instrumente zu beschaffen waren 300 Mark notwendig, die durch eine öffentliche Kollekte, die Unterstützung anderer Vereine sowie einem Eigenanteil der aktiven Musiker von je 30 Mark gewährleistet wurde. Die bestellten Instrumente kamen am 16.Januar 1889 in Waldenbuch an. Der damalige Dirigent August Weipert studierte mit den Musikern das Lied „Schier 30 Jahre bist du alt“ die Märsche „Heil unserem König heil“, „Parademarsch“ und die „Schottische Polka“ ein. Diese erste Neun-Mann-Musik bewährte sich über den ersten Weltkrieg hinaus bis 1922.

Die Stadtkapelle 1921

Am 27. Mai 1922 wurde von Christof Müller eine Gründungsversammlung einberufen. Es wurde die Notwendigkeit des Vereins bekräftigt und der Zweck und das Ziel des Vereins bestimmt. Anschließend wurde die erste Vereinsführung gewählt. Der Kassenstand betrug 880 Mark. Damit war der Handlungsspielraum des neuen Vereins relativ gering. Durch einmalige Zahlungen der Gemeinde und der Waldenbucher Vereine, sowie bei Geburtstagsständchen wurde der Kassenbestand aufgefüllt. Auch waren die musikalischen Aktivitäten im selben Jahr schon sehr beachtlich: Teilnahme am Gau-Musikfest, jeden zweiten Sonntag Musikunterhaltung, wöchentlich 2 Proben, Herbstfeier in der Turnhalle und eine Weihnachtsfeier. Im Januar 1923 ist die Zahl der Mitglieder auf 12 aktive und 124 passive gestiegen. Bis zum Jahr 1933 entwickelte sich ein reges Musik- und Vereinsleben mit verschiedenen Auftritten und großen Festen auch außerhalb Waldenbuchs.

Ab 1933 wurde der Musikverein den politischen Umständen entsprechend gleichgeschaltet. Immerhin konnte 1938 noch das 50 jährige Jubiläum gefeiert werden.

Anfang 1946 gelang es einigen älteren Musikern den Musikverein wieder ins Leben zu rufen. Durch großzügige Spenden von Fabrikant Oskar Schwenk und der Vitalität des Musiklehrers Hans Freivogel konnte nun wieder mit Musikproben begonnen werden. Der Wille zum Neuanfang war so groß, dass am 24.11.1946 das erste Platzkonzert und am 26.12.1946 eine Weihnachtsfeier stattfand. Auch wurde den Spätheimkehrern ein Ständchen gespielt.

Um den Bestand des Musikvereins zu sichern wurde am 13.01.1952 beschlossen, eine Jugendkapelle zu gründen. Sie hatte bereits am 08.06.1952 beim Sommerfest mit einem Liederpotpourri von Hans Freivogel ihren ersten Auftritt.

1954 bis 1957 stand ganz im Zeichen der Weiterentwicklung des Musikvereins. Bezirksmusikfest in Waldenbuch, erster Auslandsbesuch der Bürgermusik Gaschurn Partenen beim Sommerfest und einen Monat später der Gegenbesuch. 1956 wurde ein Heimatfilm gedreht, der das Waldenbucher Handwerk in den Vordergrund stellte. Auch wurden verschiedene Rundfunkaufnahmen gemacht.

Die Stadt Waldenbuch drückte 1958 die Verbundenheit mit „ihrem“ Musikverein aus und verlieh im den Titel „Stadtkapelle“.

1963 fand das erste Weihnachtliederspielen auf dem Marktplatz statt, das bis heute ununterbrochen gespielt wird. 1965 nahm die Jugendkapelle erstmals an einem Kritikspiel statt. 1969 spielte die Stadtkapelle bei einem Wertungsspiel in der „Höchststufe“. Auch machte man sich auf zu einer 4tägigen Konzertreise nach Varazdin(Jugoslawien).

An neuen regelmäßigen Aktivitäten der Stadtkapelle ist zweifellos das jährliche Waldenbucher Marktplatzfest zu nennen, das seit 1972 einen kontinuierlichen Ausbau erfuhr.

1983 konnte sich die Stadtkapelle beim Marktplatzfest mit neuer Tracht vorstellen. Durch zwei Gemeinschaftskonzerte mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Echterdingen in der Filderhalle konnte sich die Stadtkapelle einem weiteren Zuhörerkreis präsentieren. Seit 1979 findet ein Frühjahrskonzert statt, wo Freunde anspruchsvoller Blasmusik auf ihre Kosten kommen.

Auch der soziale Gedanke steht bei der Stadtkapelle im Vordergrund. Durch jährlich stattfindende Benefizkonzerte wurden immer wieder ansehnliche Beträge an soziale Einrichtungen in Waldenbuch und Umgebung übergeben.

Die Verbundenheit eines kulturtragenden Vereins mit seinem Heimatort findet bisweilen Ausdruck in Aktivitäten wohltätigen oder auch stadtverschönenden Charakters. Diese Tradition ist beim Musikverein Stadtkapelle Waldenbuch 1888 e. V. seit dem Jahre 1924 protokolliert. Der Verein war in den meisten Fällen nicht nur Spender sondern auch Initiator. Die künstlerisch gestaltete Postkutsche, oder die Neugestaltung des Hirschhofbrunnens wurden aus dem Erlös des Gewinnspiels „Historisches Waldenbuch“ finanziert.

Vom ersten Spatenstich bis zum 06.03.1988 meisterten viele freiwillige Helfer den Bau des Vereinsheims der Stadtkapelle. Es wurde ein Traum erfüllt: das Vereinsheim im Aichgrund 2, heute das Karl Sturm Haus.

Eine besondere Auszeichnung erhielt die Stadtkapelle am 28. Mai 1988 mit der Übergabe der PRO MUSICA-Plakette anlässlich des Jubiläumskonzertes zum 100 jährigen Jubiläum.

Die Stadtkapelle beim 100 jährigen Jubilum 1988 mit Dirigent Lubomir

Durch ihre historische Tracht, die historische Stadtwache und den Blumenmädchen ist die Stadtkapelle nicht nur musikalisch, sondern auch optisch bei vielen Veranstaltungen und historischen Umzügen sehr gefragt.

Es war und ist den Verantwortlichen des Musikvereins Stadtkapelle immer sehr wichtig, eine gute und gut ausgebildete Jugendkapelle zu haben. So wurde in die Förderung der Jugendkapelle von Anfang an sehr viel Engagement, Eifer und finanzielle Mittel gelegt. Viele Jugenddirigenten, Jugendleiterteams, Eltern und Musiklehrer haben mit großem Einsatz den Bestand und den Erfolg der Jugendkapelle gesichert und damit auch den der Stadtkapelle.
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