Chronik

Wie schnell doch 130 Jahre Vereinsgeschichte vergehen…

1888 – Die Geburtsstunde des Musikvereins

1888 – Die Geburtsstunde des Musikvereins

Die Geschichte unseres Vereins beginnt laut mündlicher Überlieferung der Gründer und Eintragung im Protokollbuch im Jahr 1888: „Um in Waldenbuch eine Musik zu gründen, traten auf Anregung des Jakob Ottmüller sen., fünf Mann hoch vor 40 Jahren zusammen, angeführter Jakob Ottmüller und der damalige Forstpraktikant August Weipert, ehemaliger Musiker beim Ulanenregiment, Hermann Fellmeth, Karl Laubengaier, Friedrich Rieth und Karl Rieth. Nach kurzer Zeit traten noch dazu: Karl Weinhardt, Wilhelm Schiller und Friedrich Laubengaier.“  

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1889 – Die Anschaffung erster Musikinstrumente

Um Instrumente zu beschaffen waren 300 Mark (heute ca. 2.000 EUR) notwendig, die durch eine öffentliche Kollekte, die Unterstützung anderer Vereine sowie einem Eigenanteil der aktiven Musiker von je 30 Mark (heute ca. 200 EUR) gewährleistet wurde. Die bestellten Instrumente kamen am 16. Januar 1889 in Waldenbuch an. Der damalige Dirigent August Weipert studierte mit den Musikern das Lied „Schier 30 Jahre bist du alt“, die Märsche „Heil unserem König heil“, „Parademarsch“ und die „Schottische Polka“ ein. Der erste, öffentliche Auftritt war dann ein Geburtstagsständchen für König Karl Friedrich Alexander von Württemberg am 06.03.1889. Diese erste Neun-Mann-Musik bewährte sich über den ersten Weltkrieg hinaus bis 1922.

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1921 – Sommerfest im Bonholz

1921 – Sommerfest im Bonholz

Am 23. August 1921 unterhielt der Musikverein, damals in noch recht kleiner Besetzung, das Publikum bei einem Sommerfest im Bonholz (heutiges Gewerbegebiet, südlich der Kernstadt).

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1922 – Offizielle Gründungsversammlung

Am 27. Mai 1922 wurde von Christoph Müller eine Gründungsversammlung einberufen. Es wurde die Notwendigkeit des Vereins bekräftigt sowie Zweck und Ziel des Vereins bestimmt. Anschließend wurde die erste Vereinsführung gewählt. Der Kassenstand betrug 880 Mark (Umrechnung in die heutige Währung zur Veranschaulichung ist aufgrund der „Deutschen Inflation“ von 1914 bis 1923 praktisch unmöglich). Damit war der Handlungsspielraum des neuen Vereins relativ gering. Durch Zuschüsse der Gemeinde und anderer Vereine sowie durch Spenden bei Geburtstagsständchen wurde Geld eingenommen. Die musikalischen Aktivitäten waren bereits sehr beachtlich: Teilnahme am Gau-Musikfest, jeden zweiten Sonntag Musikunterhaltung, wöchentlich zwei Proben, Herbstfeier in der Turnhalle und eine Weihnachtsfeier. Seit dem Tag der Gründung und bis heute wurde die Vereinsgeschichte nahezu lückenlos protokollarisch erfasst.

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1923 – Rasantes Mitgliederwachstum und Inflation

Im Januar 1923 ist die Zahl der Mitglieder mittlerweile auf 12 aktive und 124 passive (fördernde) Mitglieder rasant angestiegen. Auch machte die wirtschaftliche Lage vor den Mitgliedern des Musikvereins keinen Halt – so verloren viele ihre Arbeit; die Folgen zeigten sich noch in den darauffolgenden Jahren. Dass de Druck der Programme für die Weihnachtsfeier knapp 1.000.000.000.000 Mark (= eine Billion) veranschaulicht diese unwirkliche Zeit sehr deutlich!

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1928 – 40-jähriges Jubiläum

1928 – 40-jähriges Jubiläum

Zum 40-jährigen Jubiläum des Musikvereins hielt Mitbegründer Karl Rieth am 22.07.1928 eine Festrede, welche in der Chronik niedergeschrieben wurde. Die Zahl der Gründer war zu diesem Zeitpunkt durch Wegzug und Tod bereits auf nur noch zwei Mann zusammengeschmolzen: Jakob Ottmüller und Karl Rieth. Glücklicherweise hatten sich aber bereits einige Jüngere für den Verein begeistern lassen können.

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1933 bis 1945 – Politische Gleichschaltung und Kriegswirren

Bis zum Jahr 1933 entwickelte sich nach und nach ein reges Vereinsleben mit verschiedenen Auftritten und großen Festen, auch außerhalb Waldenbuchs. Ab 1933 wurde der Musikverein den politischen Umständen entsprechend gleichgeschaltet – selbst in das Vereinsleben drangen die Auswirkungen massiv ein. Am 10.09.1933 wurde den Mitgliedern in einer Mitgliederversammlung unmissverständlich deutlich gemacht, dass Vorstände für „Unannehmlichkeiten“ persönlich haftbar gemacht werden würden, dass die Kapelle nunmehr einer nationalen Organisation („Reichs-Musikkammer“) unterstellt sei und dass fortan der im Deutschen Reich allgegenwärte „Gruß“ nun auch „offizieller Musikergruß“ wäre. Sogar bis in die Satzung (das Herzstück eines jeden Verein) drang das Führerprinzip vor: Schriftführer und Kassier würden künftig nicht mehr gewählt, sondern vom Vorsitzenden bestimmt. Die Folge von alledem waren häufige Vorstandswechsel, doch auch mit diesem Mittel lies sich diese schlimme Katastrophe nicht abwenden. Immerhin konnten die Mitglieder mit aller Vehemenz erreichen, dass eine Übernahme zu einer „SA-Kapelle“ verhindert werden konnte. Als kleiner Wermutstropfen konnte im August 1938 noch das 50-jährige Jubiläum gefeiert werden (erstmals mit großem Festzelt und Kinderfest!), ehe dann im Laufe des 2. Weltkrieges das Vereinsleben vollständig zum Erliegen kam. Außer kleineren Auftritten bei Hochzeiten und leider auch Trauerfeiern und Beerdigung, u.a. auch von gefallenen Mitbürgern, fanden keinerlei Feste und musikalische…

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1946 – Wiederaufleben des Musikvereins

Anfang 1946 gelang es einigen älteren Musikern (u.a. Wilhelm Kayser, Christoph Müller, Karl Müller, Gotthilf Schuldt und Karl Rieth) den Musikverein nach den schlimmen und verlustreichen Kriegsjahren wieder zu neuem Leben zu erwecken. Unter anderem Dank der großzügigen Spenden des Waldenbucher Fabrikants Oskar Schwenk und der Vitalität des Musiklehrers Hans Freivogel konnte wieder mit regelmäßigen Musikproben begonnen werden. Der Wille zum Neuanfang war so groß, sodass am 24. November 1946 das erste Platzkonzert und am 26. Dezember 1946 eine Weihnachtsfeier stattfand. Den Spätheimkehrern wurde ein Ständchen gespielt.

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1952 – Die Gründung der Jugendkapelle

1952 – Die Gründung der Jugendkapelle

Um den Bestand des Musikvereins zu sichern wurde am 13. Januar 1952 beschlossen, eine Jugendkapelle zu gründen. Sie hatte bereits am 08. Juni 1952 beim Sommerfest mit einem Liederpotpourri von Hans Freivogel ihren ersten Auftritt. Die Jugendkapelle hat eine eigene, separate Chronik. Sie finden diese im Bereich „Jugend > Jugendchronik“!

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1954 bis 1957 – Bezirksmusikfeste, Auslandsbesuche und eigener Film

1954 bis 1957 – Bezirksmusikfeste, Auslandsbesuche und eigener Film

Zeiten der Weiterentwicklung: Bezirksmusikfest in Waldenbuch, erster Auslandsbesuch der Bürgermusik Gaschurn Partenen (Tirol, Österreich) beim Sommerfest und einen Monat später der Gegenbesuch. 1956 wurde ein Heimatfilm („Alt Waldenbuch“) gedreht, der das Waldenbucher Handwerk in den Vordergrund stellte; dieses Filmmaterial wurde Anfang des neuen Jahrtausends aufwändig restauriert und digitalisiert. Auch wurden verschiedene Rundfunkaufnahmen gemacht.

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1958 – Aus „Musikverein“ wird „Stadtkapelle“

Die Stadt Waldenbuch drückte im am 20. Juli 1958 die ganz besondere und tiefe Verbundenheit mit „ihrem“ Musikverein aus und verlieh dem Verein per einstimmigem Beschluss des Gemeinderates den Titel „Stadtkapelle“. Bis heute eine ganz große Ehre für uns!

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1960 bis 1969 – Weihnachtliederspielen, Kritikspiele und Auslandsbesuche

1960 bis 1969 – Weihnachtliederspielen, Kritikspiele und Auslandsbesuche

1963 fand das erste Weihnachtliederspielen auf dem Marktplatz statt, das bis heute ununterbrochen gespielt wird. 1965 nahm die Jugendkapelle erstmals an einem Kritikspiel statt. 1969 spielte die Stadtkapelle bei einem Wertungsspiel in der „Höchststufe“. Auch machte man sich auf zu einer 4-tägigen Konzertreise nach Varaždin (ehemaliges Jugoslawien, heute Kroatien).

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1972 – Das „Waldenbucher Marktplatzfest“ entsteht

1972 – Das „Waldenbucher Marktplatzfest“ entsteht

An neuen regelmäßigen Aktivitäten der Stadtkapelle ist zweifellos das jährliche Waldenbucher Marktplatzfest zu nennen, das seit 1972 einen kontinuierlichen Ausbau erfuhr. Bis heute findet es in ununterbrochener Folge direkt im Stadtkern statt. Näheres erfahren Sie im Bereich „Verein > Unsere Feste“!

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1980 – Geburtsjahr des „Gräfin-von-Mantua-Festes“

1980 – Geburtsjahr des „Gräfin-von-Mantua-Festes“

Am 17. und 18. Juni 1980 war es endlich soweit: die Idee, ein Fest von bleibendem Erinnerungswert zu gestalten wurde zum ersten mal Wirklichkeit: das „Gräfin-von-Mantua-Fest“ war geboren, der Festplatz auf dem Hasenhof (nördlichster Stadtteil Waldenbuchs) eignete sich hierfür ideal. Bis zum Jahr 2009 fand es jährlich statt, dann musste es leider eingestellt werden; es war schlichtweg nicht mehr rentabel. Näheres erfahren Sie im Bereich „Verein > Unsere Feste“! (((((( Text für Bereich Verein > Unsere Feste: )))))) Zwischen 1980 bis 2009 stand jedes Jahr im Frühsommer (meist Mitte Mai oder Juni) ein großes Fest im Vereinskalender: das „Gräfin-von-Mantua-Fest“ auf dem Hasenhof! Schon seit der Gründung des Musikvereins stehen die Werte „Volksmusik und Tradition“ als Motto über vielen Veranstaltungen; es sollten Feste von bleibendem Erinnerungswert geschaffen werden. Ziel ist es immer gewesen, den Menschen unsere reichhaltige Heimatgeschichte ein Stück weit näher zu bringen. Aus dieser Idee heraus wurde das „Gräfin-von-Mantua-Fest“ geboren. In fast 30 Jahren kamen zahlreiche Kapellen und Gruppen auf den Hasenhof, den nördlichsten Stadtteil Waldenbuchs. In malerischer Kulisse wurde mehrere Tage gefeiert. Schließlich musste das Fest im Jahr 2009 dann aber endgültig „beerdigt“ werden: stark sinkende Besucherzahlen machten das Fest für den Verein schlichtweg nicht mehr rentabel, in…

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1983 – Die Stadtkapelle bekommt eine neue Tracht

1983 – Die Stadtkapelle bekommt eine neue Tracht

1983 konnte sich die Stadtkapelle beim Marktplatzfest erstmals in neuer Tracht vorstellen. Durch zwei Gemeinschaftskonzerte mit dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Echterdingen in der Filderhalle konnte sich die Stadtkapelle einem weiteren Zuhörerkreis präsentieren. Seit 1979 findet ein Frühjahrskonzert statt, bei dem Freunde anspruchsvoller Blasmusik auf ihre Kosten kommen. Mittlerweile wurde aus dem Frühjahrskonzert einer der beliebten Frühschoppen „Blasmusik im Aichgrund“. Näheres erfahren Sie im Bereich „Verein > Unsere Feste“!

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1986 bis 1988 – Bau des Vereinsheims („Karl Sturm Haus“)

Insgesamt fast 25 Jahre lang versuchten verschiedene Funktionäre des Vereins, die Raumprobleme zu lösen. Letztendlich durch den Abriss des „Alten Schulhauses“ im Altstadtkern nahm die Diskussion noch weiter an Fahrt auf. Viele Diskussionen, die sicher nicht alle immer im Guten ausgingen, waren bis zum Baugesuch notwendig. Auch von der Einreichung der Baugesuchsunterlagen im Jahr 1986 über die Grundsteinlegung im Jahr 1987 bis hin zur feierlichen Eröffnung am 06. März 1988 hat es zahlreiche, ehrenamtliche Helfer und Helferinnen gebraucht, um sich diesen großen Wunsch zu erfüllen: ein eigenes Vereinsheim! Seitdem ist es der ganze Stolz der Musikerinnen und Musiker. Das Vereinsheim steht in Waldenbuch, Im Aichgrund 2, und heißt seit 2011 – in Würdigung um die Verdienste unseres Ehrenvorsitzenden anlässlich seines 80. Geburtstages – „Karl Sturm Haus“ (Näheres erfahren Sie im Bereich „Verein > Karl Sturm Haus“!)

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1988 – Der Musikverein wird 100 Jahre alt!

1988 – Der Musikverein wird 100 Jahre alt!

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1991 – Bau einer Lagerscheune auf dem Hasenhof

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1994 – Benefizkonzerte für den guten Zweck

Der soziale und karitative Gedanke ist dem Verein schon seit jeher wichtig: neben zahlreichen Einzelförderungen und -spenden hat der Verein sich im Jahr 1994 dazu entschlossen, einmal jährlich ein Benefizkonzert zu veranstalten. Seit mittlerweile mehr als einem Vierteljahrhundert hält sich diese schöne Tradition – näheres erfahren Sie im Bereich „Verein > Unsere Feste“!

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2008 – 120 Jahre Musikverein

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2012 – 60 Jahre Jugendkapelle

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2013 – 125 Jahre Musikverein

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